Viele Menschen finden Kunsttherapie ansprechend und interessant, sagen jedoch von sich selbst «Ich kann nicht malen» und verwerfen damit diese Therapiemethode gleich wieder.
Hier die gute Nachricht: Kunsttherapie braucht kein künstlerisches Talent und keine gestaltersichen Vorkenntnisse.
Genau dieser Gedanke ist oft der wichtigste Ausgangspunkt für die Gestaltungs- und Maltherapie. Gerade Menschen, die von sich glauben, sie könnten nicht malen, bringen häufig Erfahrungen mit wie z.B.
- frühe Kritik oder Beschämung
- Leistungsdruck
- Angst vor Fehlern
- den inneren Anspruch, alles richtig machen zu müssen
Diese Themen zeigen sich oft ganz natürlich im kreativen Prozess und können dort behutsam bearbeitet werden.
Durch das Gestalten mit Farbe oder auch anderen Materialien können innere Prozesse, unbewusste Gefühle oder Konflikte wahrgenommen und sichtbar gemacht werden. Das hilft Ihnen dabei, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Sie lernen, sich selbst besser zu verstehen, Belastungen abzubauen und Selbstvertrauen aufzubauen. Sie finden Strategien, Ihre Probleme zu bewältigen und den Alltag wieder zu meistern.
Warum «nicht malen können» ein Vorteil sein kann
Wer keine Erwartungen an das eigene Bild hat, ist oft näher an sich selbst und es entsteht Raum für:
- Spüren statt Denken
- Erleben statt Bewerten
- Ausdruck statt Kontrolle
Farben, Formen und Materialien ermöglichen einen Zugang zu Gefühlen und inneren Zuständen, die sich sprachlich nur schwer ausdrücken lassen.
Worum es in der Gestaltungs- und Maltherapie wirklich geht
Kunsttherapie unterstützt dabei,
- innere Spannungen sichtbar zu machen
- Emotionen zu regulieren
- Selbstwahrnehmung zu stärken
- neue Erfahrungen von Selbstwirksamkeit zu machen
–> Vielleicht ist die entscheidende Frage also nicht: «Kann ich malen?» sondern «Was darf sich zeigen, wenn ich nichts leisten muss?»